Lipper Bergland

Lipper Bergland

In Ostwestfalen, zwischen der Weser und dem Wesergebirge im Norden, dem Teutoburger Wald und dem Eggebirge im Süden, dem Ravensberger Land im Westen sowie der Werre und dem Vogler im Osten liegt ein bis zu 500m hohes, stark gegliedertes Mittelgebirge mit vielen Buchen- und Eichengesellschaften: Das Lipper Bergland.

Zu seinen höheren Bergen gehören der Bonstapel (341,8 m), der Nettelberg (ca. 304 m), der Große Selberg (275,4 m) und der Kleine Selberg (271,7 m).

Selberge

Selberger Land

Der Große Selberg liegt im "Landschaftsschutzgebiet Lipper Bergland", der Kleine Selberg ist der Mittelpunkt des "Naturschutzgebietes Kleiner Selberg"; es schützt eine Wacholderheide, Wälder und Magerweiden auf dem Berg und in einem angrenzenden Bachtal. Zudem wurden seltene Arten wie Neuntöter, Baumpieper, Kleiner Feuerfalter und Feldgrille nachgewiesen.

Ein Naturlehrpfad (in der Grafik: dünne schwarze Linie) führt von der Hohenhauser Straße entlang der Linnenbeeke über die sieben Quellen um den Nettelberg, über die Straße "Am Großen Selberg" direkt an unserem Grundstück entlang (in der Grafik: rotes Quadrat) und zwischen dem Kleinen und Großen Selberg hindurch zurück.

Das Gebiet gehört zu dem ehemalig selbständigen Ortsteil "Steinbründorf" in der Gemarkung "Valdorf", die Teil des Quellenschutzgebietes "Bad Oeynhausen - Bad Salzuflen" ist.

Valdorf ist ein Ortsteil von Vlotho. Unsere Adresse lautet daher: Am Großen Selberg 25, 32602 Vlotho. Unser Grundstück liegt nah an der Grenze zwischen unserem Kreis Herford und dem Nachbarkreis Lippe.

Selberghaus

Selberghaus

Das Grundstück ist eingebettet zwischen Felder und Wiesen zum Nettelberg sowie dem Großen und dem Kleinen Selberg (Foto: Blick vom Grundstück zum Kleinen Selberg). Es hat eine Fläche von ca. 7.500 qm. Vier Fünftel davon sind Grasland, der verbleibende, höher gelegene Teil im Süd-Westen ist Gebäude-, Hof- und Gartenfläche.

Hierauf befindet sich unser Selberghaus - zwei verbundene Wohnhäuser mit einem angebauten "Backhaus" und einer 2017/2018 daran angebauten Garage.

Historische Ansicht

Historie

1885 wurde ein bereits andernorts errichtetes Fachwerkhaus abgebaut und auf dem Grundstück neu aufgebaut (in der Zeichnung: der Teil rechts von der Hauseingangstür). Er diente zunächst überwiegend als Wirtschaftgebäude - mit einer großen Tenne in der Mitte, beidseitig davon Stallungen und einer durchgehenden Kornlagerfläche im Obergeschoß.

1927 erfolgte der Anbau eines massiven Wohngebäudes und die schrittweise Ersetzung der Fachwerke des alten Hauses durch ebenfalls massives, doppelschaliges Mauerwerk. Beide Gebäudeteile ruhen auf Bruchstein-Mauern.

Ansicht 2013

2013

Als wir im Juli 2013 zum ersten Mal auf dem Hof standen, lagen das verbundene Wohngebäude, das Backhaus, die Altgarage (im Foto: ganz am rechten Rand) sowie die Glasveranda im prallen Sonnenlicht.

Im Rücken des Fotografen standen eine Doppelgarage und ein geräumiger Holzschuppen, danach erstreckte sich der Blick über das Grasland zum Kleinen Selberg (siehe Foto oben).

Das gesamte Anwesen war gepflegt - erstaunlich, wenn man bedenkt, dass die Eigentümer es erst mit über neunzig Jahren verlassen hatten. Wir nahmen uns vor, es genauso zu machen.

alte Küche

2013 - 2015 Umbau, Einzug und Sanierung

Nachdem der Kauf abgewickelt und alle Baugenehmigungen erteilt worden waren, begannen wir im Herbst 2013 mit der Räumung des alten Hausstandes und dem Umbau des Wohngebäudes.

Zentraler Anlaufpunkt in der halbjährigen Umbauphase war die alte Küche. Hier kochte ich für meine Bauhelden, hier wurden alle Tagesaufgaben besprochen und Probleme gelöst.

Wir renovierten das Haus vom Dach bis in den Keller: Neue Dachdämmung mit Holzfaserplatten, Klimafolie, Rigipsplatten - neue Holzfenster und Haustüren - neue Elektrik, Ab-/ Wasserleitungen, Heizungsrohre und Heizkörper - neue (Holz-) Fußbodenträger und ein durchgehender Holzfußbodenbelag im Obergeschoß - verschiedene Durchbrüche - Kellerdeckendämmung - Lehmputz u.a.m.

Im Mai 2014 - auf den Punkt genau vor der Feier meines 60. Geburtstags - zogen wir ein.

Nach dem Einzug warteten neue Aufgaben: Wir installierten einen Wasserfilter und einen UV-Reaktor zur Entkeimung des hauseigenen Brunnenwassers, renovierten und dämmten die Fassade, rissen die Altgarage ab, bauten eine neue und renovierten zugleich das Backhaus ... Die Geschichte geht weiter.

Nachstehend einige Impressionen der Sanierung bzw. Renovierung.

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Unser "Räum- und Abwracktrupp" in bester Laune - Abriß bis unter die Dachpfanne und auf die nackte Wand - ... und ab in die Mulde

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Die neue West-Gaube: Dacheindeckung und Aufdopplung der Balken für die Dämmung - Durchbrüche für neue Fenster im Atelier und Wohnzimmer

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Die neuen Holzfenster werden geliefert und montiert - Einbau der neuen Velux-Dachflächenfenster - Dezember: Das Haus ist zu!

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Dachdämmung: Holzhartfaserplatten unter den Pfannen, Abdichtung mit Isover Multitape, dann Steico flex Holzdämmstoffe zwischen den Balken ...

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
... darüber die Intello-Klimafolie, darauf die Metallträger für die Rigips-Decke und -Dachschrägen, die - wie die Wände - mit Lehm verputzt werden.

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Installationen: Neue Badelemente und Ab-/ Wasserleitungen - neue Fußbodenheizung im Atelier - neue Verlegungen und Anschlüsse im Keller ...

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Elektro-Leitungen in Fußböden, Zwischendecken sowie in Schächten zur Unterverteilung im Obergeschoß und zum Hauptanschluss im Keller ...

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... Unterverteilung von Strom, SAT, IT-Netzwerk - Hauptverteilung mit separaten Absicherungen - und "ordentliche" Beschriftung

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Fußboden: Ekelarbeit! Ausräumen der alten Holzbalkendecke - Verlegung der neuen (hellen) Balkenlage - Ausfüllen der Gefache mit Dämmung ...

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... Wohlgefühl! Verlegung der OSB-Platten - darauf durchgehendes Parkett im Obergeschoß - Bodenleisten (schwer an Lehmwänden zu befestigen)

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Umzug und Einzug: Die restlichen Materialien und Werkzeuge verlassen das Haus - wir ziehen ein und machen (erschöpft) Umzugsparty :-)

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Einrichtung im Erdgeschoß: Mein neues Kunst-Atelier - die neue Galerie - Mirjams neuer Ausdrucksmalraum.

Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014 Umbau 2013 / 2014
Es geht aufwärts: Treppenrenovierung - Bodenleiter - Ausbau des Dachbodens als Gästezimmer mit Rigips-Wänden, Elektrik, Laminat.

Giebelsanierung Giebelsanierung Giebelsanierung
Giebelsanierung: Giebel vor dem Kauf - nach der Entfernung der Asbestfassade und den Fensterdurchbrüchen - gedämmt, saniert, gestrichen

Tiere auf dem Grundstück: Fasan Tiere auf dem Grundstück Reh Tiere auf dem Grundstück: Eichelhäher
Tier-reich:Unsere Arbeiten wurden stets aufmerksam verfolgt - neugierig und zutraulich besuchten uns Fasane, Rehe, Eichelhäher & Co. - auch heute noch schnüren Füchse und Dachse über das Grundstück, stehen Rehe in den Rosenbeeten und vor der Haustür, brechen Wildschweinrotten durch das Grasland und wohnen Flughunde und Wespen unter dem Dach.


Garten- und Landschaftsbau

2016 ff. Garten- und Landschaftsbau

Unser Grundstück ist ein schmalgeschnittenes Polygon: 45 bzw. 55 m an den kurzen und ca. 130 bzw. ca. 170 m an den Längsseiten. Hof und Gebäude liegen in der westlichen Ecke. Der größte Teil ist Grasland.

An der im Foto linken Seite führt die Einfahrt auf den Hof. Der Schuppen an der Einfahrt (1) war bereits verschwunden, als wir das Anwesen übernahmen. Der Schuppen (2) und die Doppelgarage (3) sowie die Altgarage (4) weichen 2018 einem Garagenneubau (anstelle von 4). Dabei wird das Backhaus (5) als Werkstatt und Lager renoviert.

Weiterhin bauen wir eine Westterrasse (7), die von der Küche des Wohnhauses (6) und dem Backhaus zu betreten ist, Rasen- und Beetflächen im Süd-Westen (7+8), die von einer Hain- und Blutbuchen-Hecke umsäumt werden und haben bereits 2016/2017 eine Südterrasse (9), umgeben von einem schützenden Friesenwall mit einer Buchsbaum-Hecke, diversen Büschen, Stauden, Stein- und Beetpflanzen fertig gestellt.

Etwas weiter hinaus zur Süd-Grenze (10) bauen wir Gemüse, Obst und andere Gartenfrüchte an, kompostieren und haben eine Spielwiese für unsere Enkel planiert und eingesät.

Für ein geselliges Beisammensein an lauen Abenden entsteht daneben (11) ein "Feierkreis", mit einer Feuerschale in der Mitte und umrundet von einem niedrigen, als Windschutz bepflanzten Erdwall. Die lange Süd-Ostgrenze (auf dem Foto rechts) bepflanzen wir mit heimischen Sträuchern und Bäumen, z.B. einer Liguster-Hecke, Salweiden, Heckenrosen usw.

Im großen nordöstlichen Teil, dem Grasland, ist eine Obstbaumwiese vorgesehen, umrundet von Vogelschutzhecken und gegliedert durch Totholz-Hecken (nach dem Vorbild der Benjes-Hecke).

Letztlich wird das Hofpflaster (zwischen 3 und 5) aufgenommen, dafür ein neuer Weg von der Zufahrt (über 2 und 3) um den bisherigen Hof herum zum Hauseingangsplatz (12) führen und die bisher versiegelte Hoffläche für neue Rasen- und Beetflächen aufgebrochen, sodaß auch im Norden neben dem Backhaus eine wind- und sonnengeschützte Terrasse entstehen kann.

Wind- und Sonnenschutz sind auf diesem Grundstück wichtig. Aufgrund der exponierten höheren Lage geht ein ständiger Luftzug über das Grundstück, sodaß wir hohe Hecken an den Grundstücksgrenzen sowie Bäume und Gebüsche als Raumteiler benötigen. Dazu brennt die Sonne bei offenem Himmel und erst verschiedene Terrassenlagen ermöglichen uns einen angenehmen Aufenthalt ohne direkte Einstrahlung.

Garten- und Landschaftsbau Garten- und Landschaftsbau Garten- und Landschaftsbau
Anlage der Südterrasse und erster Friesenwall - was der Boden hergibt: "Steinbründorf"-Mergel - was von den Bauern der Umgebung stammt: Geröllsteine für den Wall, Bruchsteine für die Natursteinwege und -plätze - Stücke für Stück eingesammelt und mit dem VW Golf transportiert.

Man begreift erst so richtig, was es bedeutet, in einem Hügelland zu wohnen, wo es keine 4 qm ebene Fläche gibt, wenn die Würstchen vom Grill und die Körper von der Liege rollen und alle Teller und Gläser zur niedrigeren Stirnseite des Tisches rutschen ("wo ist mein Bier!?"). Als Erstes begannen wir daher, Teile des Grundstücks zu begradigen: Pflanzen umzusetzen, die einen Flächen abzutragen, die anderen aufzufüllen und die Differenz mit Friesenwällen und Hochbeeten abzufangen. Übrigens: ein perfektes Recycling aller vorhandenen Ressourcen.

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Erstaunlich viel geht mit eigener Muskelkraft, aber über jede tatkräftige Mithilfe von Mann und Maschine bin ich dankbar.

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Manchmal macht es auch richtig Spaß bei einer Selberghaus-Rallye mit dem Frontlader, manchmal geht es um Millimeter bei der Baggerarbeit und manchmal kann man ganz meditativ seine Runden ziehen - Bauromantik halt ;-)

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Der neue Haus(zugangs)weg wird angelegt - Pflasterung und Elektroverlegung für die Gartenbeleuchtung.

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Die Hochbeete werden geliefert, aufgebaut, fangen das Erdreich der höheren Lage ab und dienen uns künftig zur rückenschonenden Pflanzung.

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Für die Befüllung muss einiges gehäckselt werden - die Äste bilden die unterste Lage und verhindern ein schnelles Einsacken der Pflanzerde - nach der Befüllung und Bepflanzung sprießt die erste Ernte; inzwischen verbindet eine Natursteintreppe zwischen den Hochbeeten die beiden Höhenlagen, jetzt wird die Südterrasse gepflastert und (am oberen Rand) die nächsthöhere Lage mit einem Friesenwall abgefangen.

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Frühjahr 2017 Der Hauseingangsbereich ist fertig - Blick von der Südecke: Beerensträucher säumen die große Spielwiese und tragen erste Früchte - Südterrasse: Die Wälle sind begrünt, sonnige und beschattete Sitzplätze locken in den Garten.

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Die Hochbeete liefern knackiges Gemüse - in den Wällen wachsen Kräuter - an der Süd-Ost-Grenze sind 50 Bäume und Sträucher angewachsen.

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Die neue Giebelseite: Vor dem sanierten Giebel verläuft das Giebelbeet, flankiert von zwei Hochbeeten. Die neuen Setzlinge wachsen heran.

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Eine Pracht für das Auge.

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Wie geht es weiter? Fortsetzung folgt!